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Die Suche im Coaching-Index

Hinweise & Tipps zur Weiterbildungssuche

In unserer Datenbank finden Sie eine Auswahl von über 400 qualifizierten Coaching-Weiterbildungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Doch wie wählen Sie die für sich passende Weiterbildung aus? Hier finden Sie hilfreiche Tipps zu Suchstrategien und zum Auswahlprozess.

Der Such- und Auswahlprozess

Eine seriöse Coaching-Weiterbildung zu absolvieren, bedeutet, ein Investment von mehreren tausend Euro zu tätigen. Bei der Auswahl des passenden Angebotes sollte daher so wenig wie möglich dem Zufall überlassen werden. Ausreichend Zeit für die Auswahl sollte eingeplant werden, damit die Angebote miteinander verglichen werden können.

 

Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine pauschale Empfehlung für eine bestimmte Coaching-Weiterbildung zu geben. Die Güte einer Weiterbildung hängt nicht alleine von der Weiterbildung selbst ab, sondern muss im Zusammenhang mit den Vorkenntnissen, Fähigkeiten, Vorlieben, individuellen Zielen eines Teilnehmers und den Rahmenbedingungen der Veranstaltung gesehen werden. So kann z.B. eine Weiterbildung, die für Betriebswirte sehr hilfreich ist, für Psychologen weniger interessant sein (und andersherum).

 

Es kann nicht "die" beste Weiterbildung geben. Unsere Datenbank kann lediglich eine Übersicht geben, die Hilfe bei der Entscheidungsfindung gibt. Die Entscheidung selbst kann immer nur auf der Basis individueller Passung getroffen werden!

Tipps zur Weiterbildungsauswahl

1. Mehrere Angebote vergleichen

Es ist nicht ratsam, die erstbeste Weiterbildung zu buchen, nur weil sie in der Nähe stattfindet oder günstig ist. Zeit einzuräumen, um mehrere Angebote und Ausbilder zu vergleichen, ist wichtig. Erst im Vergleich werden die Unterschiede deutlich. 

2. Ausschreibung erstellen

Das Erstellen einer Ausschreibung in unserem Ausschreibungssystem ist kostenlos und anonym für Interessenten möglich. Ein Eintrag im Ausschreibungssystem hat den Vorteil, dass einmal beschriebene Anliegen bestehen bleiben können, bis ein passendes Angebot gefunden wurde, anstatt es zeitaufwendig gegenüber mehreren Anbietern wiederholen zu müssen. Auf diese Weise können die eingehenden Weiterbildungen gut miteinander verglichen und die passendste ausgewählt werden.  

3. Im Kollegen- und Bekanntenkreis umhören

Bekannte, Freunde, Kollegen usw. bieten aufgrund ihrer Erfahrungen und Empfehlungen vielfach eine verlässliche Orientierungshilfe. 

4. Vorgespräche führen

In einem Vorgespräch, das in der Regel kostenlos sein sollte, können die Weiterbildungsinhalte erläutert werden. Darüber hinaus ist es sinnvoll, schriftliche Konzepte und Angebote einzufordern und diese bei einer Bewerbung zu analysieren.

5. Qualifikation abfragen

Empfehlenswert ist es, sich im Vorhinein über die Qualifikation der Weiterbilder zu informieren. Zur Überprüfung dienen hierfür, welche Weiterbildung(en) sie zum Coaching befähigen.

6. Schwerpunkte auf Passung prüfen

Coaching-Weiterbildungen haben verschiedene Schwerpunkte und Ausrichtungen. Diese sollten zu den Absichten und Hintergründen der Teilnehmer passen oder diese zumindest sinnvoll ergänzen. Möglichst genaue Darstellungen über die Inhalte, Methoden und deren Hintergründe helfen bei der Auswahl. Gute Weiterbildungseinrichtungen weisen auch auf andere Weiterbildungsmöglichkeiten hin, wenn ihre Weiterbildung nicht für ein spezifisches Anliegen geeignet ist.

7. Allgemeinplätze kritisch hinterfragen

Allgemeine Behauptungen und Worthülsen ("Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten", "Aufbau sozialer Kompetenz", "Professioneller Umgang mit Problemen") sind unseriös. Fakten, z.B. wie lange die Weiterbildung existiert, welche Referenzen genannt werden können, ob es eigene Veröffentlichungen gibt (Bücher, Fachartikel usw.) geben zuverlässig Auskunft über das Potential der Weiterbildung. Lockangebote bauen oft auf den Effekt, "es werde schon was bringen" – ohne zu erklären, was dies konkret ist.

8. Nebenkosten einkalkulieren

Neben den reinen Weiterbildungskosten müssen auch die Nebenkosten (Fahrt-, Übernachtungs-, Verpflegungs-, Materialkosten, Tagespauschalen, Kosten für Lehr-Coachings und Supervision) und ggf. die Umsatzsteuer einkalkuliert werden. Hier können nicht unwesentliche Summen zusammenkommen.

9. Zeitaufwand berücksichtigen

Auf den gesamten zeitlichen Umfang der Weiterbildung und die Weiterbildungsorte ist zu achten. Hierüber eine schriftlich Bestätigung einzuholen, ist ratsam. Fehlplanungen verursachen teure Ausfallzeiten und weitere Kosten.

10. Keine Ersatztherapie

Eine Coaching-Weiterbildung ist keine Psychotherapie-Ausbildung. Schwerwiegende psychische Probleme und Abhängigkeitserkrankungen sind nicht das Tätigkeitsfeld eines Coachs oder einer entsprechenden Weiterbildung, sondern bedürfen einer medizinischen und/oder psychotherapeutischen Behandlung. Entsprechend sollte der Schwerpunkt einer Coaching-Weiterbildung stets den Bezug zum beruflichen Kontext wahren.

11. Marktschreier meiden

Die Methoden in derWeiterbildung sollten verständlich dargestellt werden. Seriöse Coaching-Weiterbilder arbeiten – wie ein Coach auch – prinzipiell transparent und fördern Bewusstsein und Verantwortung der Teilnehmer, indem sie nicht manipulieren. Anbietern, die mit überschwänglicher Begeisterung ihre Seminare und Lehrgänge anpreisen, sollte mit Skepsis entgegengetreten werden. Seriöse Anbieter zeigen selten ein "marktschreierisches" Verhalten oder prahlen mit Superlativen.

12. Auf den Bauch hören

Um die Weiterbildungsleiter persönlich kennenzulernen, ist die Buchung eines Probeseminars hilfreich. Eine Weiterbildung sollte nur durchgeführt werden, wenn eine positive Grundeinstellung zwischen Weiterbilder und Teilnehmer besteht. Zu achten ist auch auf Gesamterscheinung von Person, Unterlagen, Auftreten und Ausdruck. Intuition und Bauchgefühl sind wichtige innere Sensoren bei der Abwägung, ob eine Lehrkraft der Richtige ist.

13. Intensivkurse kritisch hinterfragen

Es gibt Intensiv-Kurse, in denen Coaching-Wissen schnell und kompakt zu vermitteln versucht wird. In Einzelfällen mag dies möglich und sinnvoll sein. Dennoch ist es im Rahmen von Coaching-Weiterbildungen eher unüblich, in einer größeren Weiterbildungsgruppe mehrere Wochen am Stück zu verbringen. Eine derartige Vorgehensweise bietet nicht die Möglichkeit, erlerntes Wissen im eigenen handlungsrelevanten Umfeld zwischenzeitlich ausprobieren zu können.

14. Ungewöhnliches Verhalten nicht tolerieren 

Seriöse Anbieter erwarten von ihren Teilnehmern "schlimmstenfalls" (aber zurecht), das Mobiltelefon auszuschalten (und auch hier sind immer Ausnahmen möglich). Unseriös ist hingegen, persönliche Papiere, Uhr, Mobiltelefon usw. einzufordern. 

15. Über Scharlatane informieren

Über unseriöse Angebote können Informationen z.B. bei Verbraucherschutzzentralen, Industrie- und Handelskammern und den Sektenbeauftragten der Kirchen eingeholt werden.